18.06.2012, Medizin, Metropole Ruhr
Krankenhäuser klagen über zunehmende Lieferengpässe bei Medikamenten
Metropole Ruhr (idr). Die Krankenhäuser in der Metropole Ruhr kämpfen seit einiger Zeit mit Medikamentenengpässen. Für einige Pharmazieprodukte gibt es immer wieder Lieferschwierigkeiten. Damit die Patienten nicht darunter leiden, müssen die Apotheken der Kliniken vorsorgen.
Der Apotheker wird zunehmend zum Logistiker, weiß die Sprecherin des St.-Johannes-Hospitals in Dortmund. Dessen Zentral-Apotheke ist gleich für sieben Krankenhäusern in Dortmund und Umgebung verantwortlich. Mit "guter Planung und Trickserei" werde jedoch immer sichergestellt, dass kein Mangel herrsche und die Patienten stets bestens versorgt sind.
Auch das Universitätsklinikum Essen hat auf die zunehmende Verknappung von Medikamenten reagiert. Dort sind die Lagerbestände in den vergangenen Jahren konsequent aufgestockt worden, damit das Krankenhaus nicht auf ad hoc-Bestellungen angewiesen ist. "Viele Unternehmen produzieren nur an einem Standort, und wenn es dann mal zu Produktionsausfällen kommt, sind die Kliniken die Leidtragenden", so ein Sprecher.
Einen weiteren Grund für die Knappheit von einigen Medikamenten nennt der Pressesprecher des Bergmannsheils Bochum, wo die Entwicklung ebenfalls aufmerksam beobachtet wird. "Die Medikamentenproduktion läuft meistens am anderen Ende der Welt, z.B. in Indien. Die dortigen Hersteller sind nicht auf Deutschland fokussiert, sondern global orientiert. Sie liefern dorthin, wo es sich am meisten lohnt."
Pressekontakt: St. Johannes Hospital, Gudula Stroetzel, Telefon: 0231/1843-2370, E-Mail: gudula.stroetzel@joho-dortmund.de; Bergmannsheil Bochum, Uwe Brockmann, Telefon: 0234/302-6125, -3888, E-Mail: uwe.brockmann@bergmannsheil.de; Universitätsklinikum Essen, Burkhard Büscher, Telefon: 0201/723-2115, E-Mail: burkhard.buescher@uk-essen.de

