16.07.2012, Metropole Ruhr, Tourismus, Vermischtes

Hochwasser im Hochsommer zwingt Weiße Flotte zur Umkehr

Essen/Metropole Ruhr (idr). "Immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel" wünschen sich Wassersportler statt "toitoitoi": Dass zu wenig Wasser den Schiffsverkehr behindert, ist wohl ziemlich jedem klar, zu viel Wasser hat allerdings den gleichen Effekt. So musste eine Sonderfahrt der Weißen Flotte Baldeney am gestrigen Sonntag wegen Hochwassers abgebrochen werden, das Schiff hätte nicht mehr in die Schleuse gepasst.

Die Ruhr ist es derzeit, die "zu voll" ist. In Mülheim stieg sie so stark an, dass die MS Baldeney bei der Fünf-Schleusen-Fahrt mit 100 Gästen an Bord die Tagestour auf halber Strecke abbrechen und zurück zum Kanal fahren musste. Am kommenden Samstag soll sie von dort zurückgeholt werden. 2007 gab es nach Angaben der Weißen Flotte schon mal besonders viel "Nass": Damals war drei Wochen lang die Befahrung des Baldeneysees untersagt.

Die Ruhr ist derzeit etwas kritisch, weiß man auch beim Ruhrverband: Am Pegel Hattingen liegt sie 20 Zentimeter über dem Stand, bei dem noch gefahren werden kann - das bedeutet auch hier "Stop" für die Schiffe. Der Füllungsstand der Talsperren liegt (Stand 16. Juli) bereits bei 85,1 Prozent, Tendenz steigend. Die Abflüsse im Einzugsgebiet der Ruhr liegen oberhalb der langjährigen Mittelwerte. Aufgrund des angekündigten Niederschlagsgebiets ist zunächst mit einem weiteren Anstieg der Abflüsse zu rechnen - also dürfte die "Handbreit Wasser unterm Kiel" auch in den nächsten Tagen mehr als erfüllt sein.


Weitere Infos unter Internet: www.kanalschiff.de, www.baldeneysee.com und unter www.ruhrverband.de

Pressekontakt: Weiße Flotte, Marketing, Aleksander Farkas, Telefon : 0201/185799-15, Fax: -19, E-Mail: a.farkas@baldeneysee.com; Ruhrverband, Pressestelle, Britta Balt, Telefon: 0201/17811-62, E-Mail: bbl@ruhrverband.de

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